So entstehen die Stromkosten einer Wärmepumpe
Die Rechnung ist im Kern einfach: Jahresstromverbrauch = Wärmebedarf des Gebäudes geteilt durch die Jahresarbeitszahl (JAZ). Ein Haus mit 20.000 kWh Wärmebedarf braucht bei einer JAZ von 3,0 rund 6.700 kWh Strom im Jahr, bei einer JAZ von 4,0 nur 5.000 kWh. Multipliziert mit Ihrem Strompreis ergeben sich die jährlichen Stromkosten.
Im Altbau steckt die Unsicherheit in beiden Größen: Der tatsächliche Wärmebedarf hängt vom Dämmstand ab, die JAZ von der benötigten Vorlauftemperatur der Heizkörper und vom Standortklima. heatly ermittelt beide Werte aus Ihren Gebäudedaten, statt mit Durchschnittswerten zu rechnen.
Diese Hebel senken die Stromkosten im Altbau
Vorlauftemperatur senken
Hydraulischer Abgleich, eine korrekt eingestellte Heizkurve oder der Tausch einzelner kleiner Heizkörper senken die nötige Systemtemperatur – jeder eingesparte Grad verbessert die JAZ und damit direkt die Stromkosten.
Wärmepumpenstromtarif
Spezielle Tarife mit separatem Zähler bieten oft günstigere Arbeitspreise. Wird die Wärmepumpe als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG betrieben, kommen reduzierte Netzentgelte hinzu – im Gegenzug darf der Netzbetreiber die Leistung in Spitzenzeiten kurzzeitig begrenzen.
Photovoltaik einbinden
Selbst erzeugter Strom ersetzt Netzbezug, vor allem in der Übergangszeit und bei der Warmwasserbereitung. Der Effekt hängt von PV-Größe und Lastprofil ab – heatly weist ihn getrennt aus.
Regelung und Warmwasser optimieren
Angepasste Heizzeiten, moderate Warmwassertemperaturen und eine sauber eingestellte Regelung vermeiden unnötige Verdichterarbeit – kleine Maßnahmen, die sich über die Jahre summieren.